161. Veränderungen: Umgang mit Widerstand

Veränderungen: Umgang mit Widerstand

Die schlechte Nachricht zuerst: es gibt keine Veränderung ohne Widerstand. Und nun die gute: damit ist Widerstand in Veränderungsprozessen etwas ganz Alltägliches und Normales. Und sogar mehr - bleibt der Widerspruch aus, so ist das ein Warnsignal. Die Veränderung wird eventuell nicht ernst genommen und die Mitarbeiter haben sich vielleicht zum „Aussitzen und Abwarten“ verabredet. Wenn Widerstand auftritt haben wir also in Sachen Veränderung zuerst einmal alles richtig gemacht. Doch wie geht man gut mit Widerstand um?

Werden klare Sachargumente gegen eine Veränderung angebracht, so ist der Umgang damit einfach. An der Sache lässt es sich gut diskutieren und valide Argumente können in die Gestaltung der Veränderung eingebaut werden. Dann gilt es Alternativen zu bewerten und neue Optionen zu diskutieren, auch wenn damit ein Abrücken von der ursprünglichen Lösungskonzeption einhergeht. Doch Widerstand enthält in aller Regel auch eine verschlüsselte Botschaft. Wenn Menschen sich gegen etwas Sinnvolles oder Notwendiges sträuben, haben sie zumeist Befürchtungen, Bedenken oder Angst. Die Ursachen für Widerstand liegen daher oft im emotionalen Bereich.

Die Erfahrung hat gezeigt, dass es hier hilfreicher ist, „mit“ dem und nicht „gegen“ den Widerstand zu arbeiten. Das bedeutet, ihn bewusst aufzunehmen, den Ängsten Raum zu geben, zuzuhören und das Gesagte ernst zu nehmen. Wenn Angst besprechbar wird, die Beteiligten das Gefühl haben, nicht alleine mit ihrer Angst zu sein und das realistische Vertrauen anderer erfahren, dass die Veränderung gemeistert werden kann, ist schon ein großer Schritt zur Auflösung von Widerständen erreicht. Weitere Erfolgsfaktoren für Veränderungsgestaltung finden Sie in unseren Publikationen.

 

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